13. Januar 2021 · Brave New Work · New Work · Organisation

    Brave New Work — die Organisation als Betriebssystem

    Aaron Dignan beschreibt, warum klassische Organisationsmodelle scheitern — und welches Betriebssystem moderne Arbeit braucht.

    Aaron Dignan stellt eine einfache Frage: warum hassen Menschen ihre Arbeit, auch wenn sie die Aufgabe lieben? Seine Antwort: nicht die Arbeit ist das Problem, sondern das Betriebssystem, in dem sie stattfindet.

    Ein Organisations-Betriebssystem ist die Summe der Regeln, Routinen und Annahmen, die festlegen, wer was entscheidet, wie Information fließt, wie Konflikte ausgetragen werden. Die meisten Unternehmen laufen auf einem Betriebssystem aus den 1920er-Jahren — taylorisierte Hierarchie, vorhersagbare Märkte, austauschbare Arbeit. Das hat funktioniert. Es funktioniert nicht mehr.

    Zwölf Felder, an denen sich das zeigt

    Dignan beschreibt zwölf Domains: Zweck, Autorität, Struktur, Strategie, Ressourcen, Innovation, Workflow, Meetings, Information, Mitgliedschaft, Mastery, Kompensation. Jede ist ein Hebel. Niemand muss alle zugleich anfassen. Aber wer keinen anfasst, hat keine Veränderung — nur eine Werteplakat-Kampagne.

    „We can't have new work with old operating systems.“— Aaron Dignan, „Brave New Work“

    Die schwierige Erkenntnis: die Werte einer Organisation sind nicht das, was an der Wand steht. Sie sind das, was die Regeln tatsächlich belohnen. Wer das Betriebssystem ändert, ändert die Kultur. Umgekehrt fast nie.

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